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Jahresrückblick 2025

In meinem 5 Jahrestagebuch, wo ich täglich ein, zwei Sätze reinschreibe kommt jedes Jahr am 31. Dezember die Frage "Beschreibe dein Jahr in drei Wörtern". Fürs 2025 kommen mir dazu spontan die drei Wörter "Mobbing, Reisen und Umbau" in den Sinn. Das erste Wort bezieht sich auf meine unschöne und für immer und ewig zu vergessene berufliche Erfahrung im 2025 beim Verein des Zermatt Marathons. Die schlimmste Erfahrung, welche ich in meinem beruflichen Leben bisher erleben und durchstehen musste. Leider habe ich Ende Januar 2025, als sich mein Unterbewusstsein und mein Bauchgefühl das erste Mal gemeldet haben, nicht darauf gehört. Ich habe mein Bauchgefühl ignoriert und das schlechte Gefühl unterdrückt. Ich meinte, ich müsse mal Durchhaltewille zeigen und dass alles gut kommen würde, sobald meine Vorgängerin weg sein würde. Doch was dann alles folgte war ein Alptraum von A - Z und bis ich Anfang Juli endlich die Notbremse zog und meine Kündigung einreichte, war ich mental bereits ausgelaugt und in einem Loch angekommen.

 

So kommen wir bereits zum zweiten Wort: "Reisen". Das Reisen, das heisst meine zweimonatige Auszeit mit unserem Bus Sämi auf den Kanaren hat mich wieder zu der Cristina gemacht, die ich sein möchte und wo ich mich wohlfühle. Auf unzähligen Touren mit dem Gravelbike, zu Fuss, beim Schwimmen, beim SUPlen, lesen, chillen und philosophieren habe ich wieder zu mir gefunden. Ich konnte das Erlebte verarbeiten und abhacken. Ich habe keinerlei Gefühle mehr, wenn ich an die Zeit zurückdenke. Jede, sei es noch so schlechte Erfahrung, ist für irgendetwas gut. Ich habe meine Lehren daraus gezogen, weiss noch mehr was ich will und vor allem was ich nicht will. Ich habe viele gute Gespräche mit Roger und meinen Lieblingsmenschen geführt. Ich habe mich und alles was geschehen ist reflektiert und das Positive für mich herausgezogen. Seither ist so viel passiert und mir geht es physisch und psychisch so gut wie schon lange nicht mehr. Erst vor wenigen Tagen habe ich Roger an einem unserer gemeinsamen Abenden in unserer heimeligen Küche erzählt, dass ich mich zu den glücklichsten Menschen auf Erden zählen darf. Und zwar aus den folgenden Gründen: Ich habe mit Roger den besten Menschen an meiner Seite, den ich mir wünschen kann. Er ist mein bester Liebhaber, mein bester Freund, mein Seelenverwandter, der Mensch, der am meisten an mich glaubt, der in guten aber auch in schlechten Zeiten immer an meiner Seite bleibt, mich mit all meinen Launen liebt und erträgt, mit mir unser Lebensprojekt "Eigenheim" teilt, total unkompliziert und einfach leben kann, die Liebe fürs Reisen teilt, meine sportlichen Abenteuer unterstützt und wenn er Lust hat auch zusammen mit mir unternimmt und dazu sieht Roger auch noch unglaublich gut aus und schafft es auch nach acht Jahren immer noch, dass in mir Schmetterlinge fliegen. Neben der grossen Liebe darf ich auf eine Handvoll enge und wirklich tiefe Freundschaften zählen, welche mit mir die Hoch und Tiefs des Lebens teilen und immer für mich da sind. Weiter bin ich zusammen mit Roger stolze Grossgrundbesitzerin mit einem alten und wunderschönen Walliserhaus, welches wir nach unseren Wünschen stetig weiter um- und ausbauen können. Zusätzlich haben wir im Herbst die Baubewilligung zum Umbau unseres zweiten Gebäudes in ein Tiny House erhalten. Das heisst, auch mein Lebenstraum von einem kleinen Tiny House wird irgendwann in Erfüllung gehen. Dann habe ich während dem Reisen eine neue berufliche Herausforderung gefunden, welche ich am 5. Januar beginnen werde. Ich freue mich darauf und schaue zuversichtlich nach Vorne. Weiter wurde ich angefragt im OK des Brigerbadlaufs mitzuhelfen und ich freue mich, meine Erfahrung aus den verschiedenen Sportanlässen für den kleinen, familiären Brigerbadlauf einbringen zu dürfen. Wer also noch eine sportliche Herausforderung sucht, der merke sich schon mal den Samstag, 11. April 2026. Anmelden kann man sich ab 15. Januar. Und zu guter Letzt bin ich auch mit 42 Jahren immer noch fit wie ein Turnschuh. Auch im 2025 war ich nie krank oder angeschlagen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal bei einem Arzt war. Ich glaube im Juli 2022, als mich das Corona Virus heimgesucht hatte! ;-) Mein einfaches, unkompliziertes Leben ohne Luxus, der grosse Bewegungsdrang und meine gesunde und praktisch zuckerfreie Ernährung scheinen meinem Körper gut zu tun! Wenn ich also wieder mal in eine leichte Deprophase falle, führe ich mir sogleich all das Glück vor Augen, welches mich tagtäglich umgibt. Ich bin wirklich sehr dankbar. 

 

So werde ich diesen Blog noch mit meinem dritten Wort "Umbau" beenden. Der Umbau unseres Wohnhauses läuft gut voran. Unglaublich was wir, also vor allem Roger, sein Vater und Silvio in diesem Jahr bereits alles umgesetzt haben. Auch unser "Stromproblem" werden wir irgendwann noch lösen! Jeden Abend, wenn ich in unserer warmen Stube auf das Sofa sitze und durchs "Schaufenster" meine Velos etc. in unserer Sportgarage erblicke, fühle ich mich einfach nur happy. Das Haus trägt nicht mehr die Handschrift des Vorbesitzers. Wir haben dem Haus mit viel Handarbeit, viel Liebe und Sorgfalt unsere Handschrift auferlegt. Ich liebe das nach Hause kommen. Ich fühle mich hier in unserem Paradies geborgen und das erste Mal in meinem Leben richtig zu Hause. Besitz ist für mich keine Last mehr. Ich geniesse jeden Moment. Auch die "harte" Arbeit mit Holz hacken, holz holen, anfeuern und das einfache Leben ohne warmes Wasser, ohne Dusche und aktuell ohne regelmässigen Strom. Ich fühle mich privilegiert ein Eigenheim mit meinem Lieblingsmenschen besitzen zu dürfen. Für uns alleine im Weiler und trotzdem zentral und mit ÖV schnell erreichbar für unser Leben mit einer Fernbeziehung. 

 

In dem Sinne wünsche ich allen fürs 2026: Friede, Gesundheit, Glück und Liebe. 

 

Pura vida

Cristina

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